Elektromobile erobern Autovermietung

Erstellt von Dimitrios Kasprzyk am 29. Mai 2017, 10:30 Uhr

Jeder kennt es: das leise, für Elektrowagen so charakteristische Dahingleiten, das sich nur durch die Abrollgeräusche der Autoreifen bemerkbar macht. Elektroautos sind leise, umweltschonend und wenn es nach den führende Carsharing-Anbietern Deutschlands geht, gehören ihnen auch bald weite Teile der deutschen Straßen.

Die Zahlen sprechen für sich

Nach einer von DLR ausgewerteten Studie aus dem Jahre 2015 liegt der Zufriedenheitsgrad bei Nutzern von Elektroautos bei erstaunlichen 84% und es scheint, dass die Botschaft auch bei Unternehmen wie Sixt und Car2go angekommen ist. Das Kontingent von Flinkster beispielsweise, der Mietwagentochter der Deutschen Bahn, setzt sich in Berlin zu einem fünftel aus Elektroautos zusammen. Car2go setzt bis zu 325 Elektromobile in Stuttgart sowie Ulm ein und DriveNow schickt 60 Stück in München sowie Berlin auf die Straßen.

Auch wenn diese Zahlen zunächst klein erscheinen, sind sie dennoch bezeichnend für eine allgemeine Tendenz: Deutschlands Autovermietung setzt zunehmend auf Elektro, auf das sogenannte e-carsharing. Firmen wie Starcar Autovermietung, Share-A-Starcar, Multicity und DriveCarSharing sowie e-Wald fahren ein entsprechendes Kontingent auf. Keine Flotte einer Autovermietung oder eines Carsharing-Unternehmens kommt inzwischen ohne mindestens ein paar Exemplare E-Autos aus. Bis 2020 sollen nach der Bundesregierung rund eine Millionen E-Autos auf Deutschlands Straßen fahren und mit Hilfe dieses umweltbewussten Unternehmensgeistes, könnte dies bis dahin zumindest auf den Straßen Deutschlands Großstädte gelingen. Innenstädte, kurze Distanzen und der damit verbundene dichte Wohnraum sind prädestiniert für die Nutzung von Elektroautos. Und die Zahlen steigen.

DriveNow möchte sein Kontingent auf 400 Autos in fünf Großstädten ausbauen, und wem die Entwicklung nicht schnell genug geht, der möge einen Blick nach Norwegen werfen, wo die Neuzulassungen für E-Autos bei fast zehn Prozent allein im Jahre 2015 lag. Auch hier ist die Tendenz steigend und man kann nur hoffen, dass, wenn die Vorteile des e-carsharings beim Konsumenten angekommen sind, die Defizite in der Infrastruktur ausgeglichen und mehr Ladekapazitäten und -stationen ihren Weg zu Europas Straßen und Autobahnen finden.

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